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Category: Alternativmedizin

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Die Goldrute zwischen Harnwegen, Candida & der Zellseneszenz

Die Goldrute zwischen Harnwegen, Candida & der Zellseneszenz

Ich denke, jeder kennt die Goldrute, die im Spätsommer und Herbst leuchtend gelb blüht und uns noch einmal die strahlende Sonne bringt, bevor sich der trübe Herbst über das Land legt. Dennoch ist es gar nicht so einfach, über die Goldrute zu sprechen oder zu schreiben, denn heutzutage kennt fast jeder nur noch den Neophyten, und zwar die Kanadische Goldrute. Unsere Vorfahren jedoch haben mit der Echten Goldrute, die versteckt am Waldrand stand, ihre Erfahrungsmedizin betrieben, und darüber werde ich euch jetzt einmal etwas erzählen.

Heydnisch Wundkraut

Unsere Vorfahren nannten die Echte Goldrute „Heydnisch Wundkraut“ und verwendeten sie tatsächlich für die Wundpflege. Obwohl die Wirkung auf Niere und Blase ebenso lange bekannt ist, hatte diese Anwendung dennoch Vorrang. Dabei wurden frische Blätter auf Wunden gelegt, Abkochungen aus dem blühenden Kraut für die Wundpflege angewandt sowie pulverisierte Goldrute auf Geschwüre gegeben. Das ist doch spannend, wo wir heutzutage die Goldrute eigentlich nur noch für die Harnwege anwenden. Was wussten unsere Vorfahren und finden wir heute auch Spuren davon?

Die Goldrute für die Zellseneszenz

Die Zellseneszenz ist ein Phänomen, das im menschlichen Körper vorkommt:

Unsere Zellen teilen sich nicht unbegrenzt. Manche gehen irgendwann in einen Zustand über, in dem sie sich nicht mehr teilen, aber weiterhin im Gewebe vorhanden sind. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes, sondern kann ein wichtiger Schutzmechanismus sein. Zum Problem wird es aber dann, wenn sich solche seneszenten Zellen im Gewebe ansammeln, denn dort sitzen sie nicht einfach still herum, sondern können verschiedene Botenstoffe ausschütten und damit ihre Umgebung beeinflussen. Unter anderem können dadurch auch Entzündungsprozesse gefördert werden.

In einer Laboruntersuchung wurde die Wirkung von Echtem Goldrutenextrakt auf menschliche Hautfibroblasten untersucht, und was man gefunden hat, ist mehr als spannend: Der Extrakt hat die Botenstoffe abgeschwächt, die unter anderem für Entzündungen verantwortlich sein können. Diese Forschungen sind noch nicht so weit, dass wir wissen, was Goldrutenextrakt genau kann, aber auch eine verjüngende Wirkung wird nicht ausgeschlossen.

Das ist doch genial, oder? Vor Jahrhunderten haben Menschen aus Beobachtung gelernt, dass die Goldrute bei der Wundheilung und der Neubildung von Haut unterstützt, und heute finden wir in einem Labor erste Hinweise darauf!

Alte Anwendung des „Heydnisch Wundkrauts“

Wer bei kleinen Wunden, Hautproblemen oder Geschwüren seinen Körper mit der Goldrute unterstützen möchte, geht nach der traditionellen Anwendung so vor:

Man kocht eine kleine Handvoll frisches Goldrutenkraut (Blätter und Blüten) oder zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml Wasser auf, lässt es anschließend etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen und danach vollständig abkühlen. Diese Abkochung kann nun mit sterilen Kompressen auf die Haut aufgebracht werden. Man sollte diese Abkochung nicht aufheben, sondern jedes Mal neu zubereiten!

Goldrute gegen den Candida-Pilz

Viele Menschen in der westlichen Welt haben mit dem Candida-Pilz zu kämpfen. Der an sich recht harmlose Pilz breitet sich manchmal invasiv aus und befällt vor allem Darm, Mund und Genitalbereich. Besonders im Darm kann dieser Pilz einen regelrechten Biofilm bilden und viele Beschwerden hervorrufen.

Dass der Candida-Pilz überhaupt in der Lage ist, Biofilme zu bilden, liegt an seiner Fähigkeit, seine rundlichen Hefezellen in längliche Hyphen umzubauen. Diese Hyphenform begünstigt Biofilme und beginnt gerne, in Gewebe einzudringen – die invasive Vermehrung ist dabei kaum aufzuhalten, wie viele aus eigener leidvoller Erfahrung wissen.

2012 haben französische Forscher einen wässrigen Extrakt der Echten Goldrute untersucht und dabei Spannendes entdeckt:

Der Extrakt tötet den Candida-Pilz zwar nicht ab, hemmt aber die Umwandlung in die invasive Hyphenform. Das heißt, dass dieser Laborversuch gezeigt hat, dass Goldrute in der Lage ist, ein Gleichgewicht im Mikrobiom wiederherzustellen – sogar bestehende Biofilme wurden deutlich gehemmt. Das ist eine ganzheitliche Herangehensweise und zeigt, dass man den eigentlich recht harmlosen Candida-Pilz keineswegs ausrotten muss, um gesund zu werden.

Aus der Goldrute selbst wurden laut Untersuchung sechs verschiedene Triterpensaponine isoliert. Drei davon wurden zu diesem Zeitpunkt sogar neu beschrieben. Vier dieser sechs Saponine hemmen deutlich den Wechsel von der harmloseren Hefeform in die invasivere Hyphenform des Candida.

Natürlich war das ein Laborversuch – aber Versuch macht klug. Solltest du unter Candida leiden, schadet es keinesfalls, wenn du eine Kur mit Goldrutentee machst bzw. auch Goldrutentinktur in deine Kur einbaust. Zusammen mit Zucker- sowie Obstfasten und starkem Verzicht auf Kohlenhydrate sehe ich eine reale Chance, den Candida-Pilz zu erziehen und Beschwerden abzuschwächen.

Das Unsegenkraut unserer Vorfahren

Nach der ganzen Wissenschaft nun zurück zu unseren Vorfahren: Durch ihre goldene Farbe wurde die Goldrute auch als Unsegenkraut beschrieben. Sie galt als starke Schutzpflanze und laut volkskundlichen Überlieferungen soll sie vor Unheil und negativen Einflüssen schützen. Teilweise wurde sie sogar als Amulett getragen.

Das Tragen von Schutzkräutern als Amulett ist eine alte magische Praxis und kann wunderbar mit in die heutige Zeit genommen werden. Man kann sich selbst ein kleines Baumwollsäckchen nähen (das bringt viel Kraft in den Anhänger) und darin die achtsam gesammelte und getrocknete Goldrute mit sich herumtragen. Wem das zu aufwendig ist, den interessiert vielleicht folgende uralte Anwendung:

🔥 Räuchern mit Goldrute

Dafür braucht ihr nur einige getrocknete Blüten und Blätter der Goldrute. Gebt eine kleine Menge auf ein Räuchersieb oder Räucherkohle und geht mit dem Rauch durch euer Zuhause. Wichtig ist hierbei, ganz bewusst zu Türen und Fenstern zu gehen, also genau dorthin, wo die Grenze zwischen innen und außen liegt. Dabei könnt ihr einfach euren eigenen Gedanken formulieren, zum Beispiel:

Was zu mir gehört, darf bleiben.

Was mir nicht guttut, darf gehen.

Mein Zuhause ist mein geschützter Raum.

Danach gut lüften und die angenehme Atmosphäre genießen.

Die verschiedenen Formen der Goldrute

Wie eingangs kurz erwähnt, gibt es unterschiedliche Formen der Goldrute. Die Echte Goldrute ist teilweise gar nicht mehr so leicht zu finden, wurde aber bei den oben genannten Versuchsreihen angewandt. Diese Pflanze ist eher klein, hat lanzettenförmige Blätter und kleine, goldene Blüten. Außerdem ist sie die Pflanze unserer Ahnen:

Seit einigen Jahren verbreiten sich die Riesengoldrute und vor allem die Kanadische Goldrute invasiv in Europa. Sie stammen aus Nordamerika und sind Neophyten, also Pflanzen, die ursprünglich nicht in Mitteleuropa vorkamen. Ihre Inhaltsstoffe sind denen der Echten Goldrute sehr ähnlich und auch sie sind mächtige Heilpflanzen. Dabei wird die Kanadische Goldrute bis zu 2 Meter groß, hat viele leuchtende Blütenrispen, kleine lanzettenförmige Blätter und einen behaarten Stängel:

Mir ist es wichtig, diese Neophyten nicht einfach auszureißen, denn Kanadische und Riesen-Goldrute sind keineswegs wertlose Verwandte unserer Echten Goldrute. Auch sie enthalten zahlreiche interessante Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Phenolsäuren, Saponine und ätherische Öle. Bei der Kanadischen Goldrute wurden unter anderem Quercetin, Kaempferol und verschiedene Chlorogensäure-Derivate nachgewiesen.

Auch im offiziellen europäischen Arzneibuch werden Kanadische und Riesen-Goldrute als Heilpflanzen geführt. Die beiden invasiven Arten sind also nicht einfach nur lästiges Unkraut. Mittlerweile beschäftigt sich sogar die Forschung mit der Frage, ob besonders die Kanadische Goldrute stärker als Rohstoff genutzt werden könnte, beispielsweise für pharmazeutische Anwendungen oder andere Bereiche der Bioökonomie.

Bevor wir sie ausrupfen, sollten wir uns also fragen, was uns diese neuen Pflanzen mit ihrem Erscheinen vielleicht sagen wollen!

Goldrute zwischen Harnwegen, Candida & der Zellseneszenz

Jetzt habe ich eigentlich gar nichts über die überragende Wirkung auf Niere, Blase und Harnwege berichtet, dafür aber weit über den Tellerrand geblickt. Wir haben uns die wohltuende Anwendung auf die Haut angesehen, den Candida-Pilz näher beleuchtet und sind vor allem auf die uralten Anwendungen unserer Vorfahren näher eingegangen.

Für mich ist die Goldrute wie die aufgehende Sonne am Ende des Sommers – sie verspricht Licht, Heilung und Wiedergeburt in einer Zeit, in der sich die Natur langsam auf den Sterbeprozess vorbereitet. Ich liebe die optimistische Energie, die die Goldrute in die Welt bringt, denn sie zeigt uns, dass das Ende nie das wahre Ende ist.

Unsere Nebennieren sind Meisterinnen der Improvisation

Unsere Nebennieren sind Meisterinnen der Improvisation

Wenn wir an unsere Nebennieren denken, dann denken wir sehr schnell an eines, und zwar Stress. Sie werden als unsere Stressdrüsen bezeichnet, bei chronischer Erschöpfung ist von einer Nebennierenschwäche die Rede und Cortisol hat mittlerweile einen ähnlich schlechten Ruf wie Cholesterin. Am besten hätten wir von beidem möglichst wenig, dann wären wir gesund – glauben wir zumindest.

Dabei tun wir den Nebennieren damit ziemlich unrecht, und das möchte ich euch an einem sehr schönen Bild demonstrieren:

Stellt euch eine Mutter an einem dieser Tage vor, an denen einfach alles gleichzeitig passiert: Das Kind ist krank, das Telefon klingelt, auf dem Herd kocht das Essen, im Kopf läuft bereits die Einkaufsliste für morgen und dann kommt auch noch eine Nachricht aus der Arbeit herein, die sofort beantwortet werden muss. Innerhalb weniger Sekunden werden Prioritäten verschoben, Entscheidungen getroffen und Lösungen gefunden. Irgendwie funktioniert am Ende alles.

Genau das können unsere Nebennieren hervorragend: improvisieren. Sie reagieren auf das, was in diesem Moment von uns verlangt wird, und stellen unseren Körper innerhalb kürzester Zeit darauf ein. Problematisch ist es also nicht, wenn wir Stress haben, dafür sind wir Menschen gemacht. Problematisch wird es erst, wenn aus einer kurzen Improvisation ein Dauerzustand wird und Ruhe nie in Sicht ist.

Die Schilddrüse gibt den Takt vor und unsere Nebennieren improvisieren

Die Schilddrüse ist die Komponistin unseres Körpers: Sie gibt den Grundrhythmus vor und beeinflusst, in welchem Tempo viele unserer Stoffwechselprozesse ablaufen.

Die Nebennieren übernehmen dabei eine andere Aufgabe: Sie reagieren darauf, wenn plötzlich etwas vom Notenblatt abweicht.

Dafür besitzen sie gleich zwei vollkommen unterschiedliche Bereiche. In der Nebennierenrinde entstehen unter anderem Cortisol, Aldosteron und DHEA. Im Nebennierenmark werden Adrenalin und Noradrenalin gebildet. Vereinfacht gesagt fragt dabei das Adrenalin: „Was müssen wir in den nächsten Sekunden tun?“, während Cortisol eher wissen möchte: „Wie stellen wir uns in den nächsten Minuten und Stunden auf diese Situation ein?“

Für unsere Vorfahren war diese Fähigkeit überlebenswichtig. Stellen wir uns einen Menschen vor, der irgendwo am Waldrand Nahrung sammelt. Eigentlich ist alles ruhig, bis plötzlich ein Raubtier auftaucht. Innerhalb kürzester Zeit muss sich der gesamte Körper verändern. Aufmerksamkeit und Kreislauf werden hochgefahren, Energie wird mobilisiert und die Muskeln werden auf Bewegung vorbereitet. Ob unser Mensch nun davonläuft, auf einen Baum klettert oder sich verteidigt, ist für unsere Geschichte gar nicht entscheidend. Wichtig ist, was danach geschieht: Das Raubtier verschwindet.

Unser Mensch kehrt zurück, setzt sich zu seiner Gruppe, isst, ruht sich aus und schläft irgendwann ein. Die Stressreaktion hatte einen Anfang und ein Ende. Genau dieses Zurückkehren gehört genauso zu einem gesunden Stresssystem wie das Hochfahren.

Cortisol ist nicht unser Feind

Hier müssen wir mit einem der hartnäckigsten Missverständnisse rund um die Nebennieren aufräumen. Cortisol ist kein Hormon, das unser Körper produziert, um uns krank zu machen. Wir könnten ohne Cortisol überhaupt nicht leben. Es hilft dabei, Energie bereitzustellen, unseren Blutdruck aufrechtzuerhalten, Entzündungsreaktionen zu regulieren und uns an Belastungen anzupassen. Besonders am Morgen trägt es dazu bei, dass unser Organismus vom Schlaf- in den Aktivitätsmodus wechselt.

Gesteuert wird Cortisol über die sogenannte HPA-Achse, und obwohl dieser Begriff kompliziert klingt, ist das Prinzip dahinter recht simpel. Der Hypothalamus im Gehirn gibt ein Signal an die Hypophyse, diese schüttet ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) und ACTH wiederum sagt der Nebennierenrinde, dass sie Cortisol produzieren soll. Sobald genügend Cortisol vorhanden ist, winkt dieses zurück zu Gehirn und Hypophyse und bremst die weitere Produktion. Da bedeutet, dass die Stressreaktion ihre eigene Bremse also von Anfang an in sich trägt.

Genau deshalb ist der heute so häufig verwendete Begriff „Nebennierenschwäche“ nicht sonderlich konkret. Er vermittelt das Bild einer Drüse, die durch zu viel Arbeit irgendwann leer geworden ist und nun einfach nicht mehr genügend Cortisol herstellen kann. Aber das Krankheitsbild ist vielmehr eine fehlende Regulation des gesamten Stresssystems. Chronische Belastung kann mit einer stärkeren, aber auch mit einer abgeflachten Reaktion der HPA-Achse einhergehen.

Gesund bedeutet aus diesem Grund nicht, möglichst wenig Cortisol zu produzieren, sondern flexibel reagieren zu können!

Unser Körper braucht einen klaren Anfang und ein klares Ende des Tages

Einer der spannendsten Punkte in der modernen Stressforschung ist unser Tagesrhythmus. Cortisol wird nämlich keineswegs gleichmäßig über den Tag ausgeschüttet. Schon in der zweiten Nachthälfte beginnt seine Aktivität anzusteigen, morgens ist sie hoch und über den Tag nimmt sie normalerweise wieder ab. Nach dem Aufwachen gibt es bei vielen Menschen zusätzlich einen deutlichen Anstieg innerhalb der ersten 30 bis 45 Minuten, die sogenannte Cortisol Awakening Response, kurz CAR.

Unser Körper fährt morgens also sein System hoch. Und einer der wichtigsten Taktgeber dafür befindet sich direkt vor unserer Haustür: Tageslicht.

Spezielle Zellen in unserer Netzhaut registrieren das Licht und geben diese Information an unsere innere Uhr im Gehirn weiter. Damit beeinflusst Licht unter anderem unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, Melatonin, Körpertemperatur, Stoffwechsel und auch die Cortisolregulation. In einer klassischen Untersuchung führte helles Licht am frühen Morgen sogar zu einem rund 35 Prozent stärkeren Cortisolanstieg. Auch spätere Studien konnten zeigen, dass Licht nach dem Aufwachen die Cortisolantwort beeinflusst.

Unser Körper braucht ganz klare Zeitinformationen und morgens ist die Information Licht, jetzt beginnt der Tag. Abends hingegen sollte die Gegenbewegung stattfinden. Wenn es dunkler wird, steigt normalerweise Melatonin an und signalisiert unserem Körper die biologische Nacht. Sitzen wir dagegen bis kurz vor dem Schlafengehen vor Blaulicht, wird dieses Signal undeutlich. Studien zeigen, dass abendliches Licht Melatonin unterdrücken, die innere Uhr verschieben und sogar die Wachheit am nächsten Morgen beeinträchtigen kann.

Unser gesamtes System braucht einen guten Rhythmus zwischen Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe, Anfang und Ende.

Bewegung ist guter Stress

Noch spannender wird es bei Bewegung. Denn Sport erhöht unter Belastung Cortisol, besonders wenn wir intensiv oder lange trainieren. Nach der verbreiteten Vorstellung, möglichst wenig Stress sei gut für unsere Nebennieren, müsste Sport also eigentlich schädlich sein. Aber genau das Gegenteil ist der Fall!

Bewegung ist ein kontrollierter Stressreiz. Der Körper muss hochfahren, Energie bereitstellen, eine Herausforderung bewältigen und danach wieder in seinen Ausgangszustand zurückkehren. Er übt damit jene Flexibilität, die wir auch im normalen Leben benötigen. Studien zeigen entsprechend Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und einer günstigeren Stressregulation.

Eine Untersuchung zeigte, dass Männer nach einer intensiveren Trainingseinheit auf späteren psychosozialen Stress mit einer abgeschwächten Cortisolantwort reagierten und schneller wieder zum Ausgangsniveau zurückkehrten. Auch eine höhere aerobe Fitness wurde mit einer geringeren Cortisolreaktion auf psychosozialen Stress in Verbindung gebracht.

Das System lernt also Flexibilität durch den Wechsel zwischen Herausforderung und Erholung.

Selbst MacGyver braucht irgendwann mehr als eine Büroklammer

Neben Licht, Bewegung und Erholung gibt es noch einen Bereich, den wir bei Stress gerne vergessen: Der Körper braucht Material, mit dem er arbeiten kann.

Gerade Frauen versuchen in belastenden Lebensphasen häufig zusätzlich abzunehmen, essen sehr wenig, trainieren viel und wundern sich dann, warum sie sich zunehmend erschöpft fühlen. Für unseren Körper existiert kein Unterschied zwischen einer Crash-Diät und echter Nahrungsknappheit. Er weiß nicht, dass wir abnehmen möchten, sondern registriert: Es ist zu wenig Energie verfügbar. Und darauf muss er reagieren.

An dieser Stelle kommt mein MacGyver-Bild ins Spiel. Unsere Nebennieren können unglaublich gut improvisieren. Aber selbst MacGyver kann irgendwann kein Haus bauen, wenn wir ihm nur eine Büroklammer und eine Kopfschmerztablette in die Hand drücken.

Besonders wichtig ist dabei Eiweiß. Wir benötigen Proteine für unseres gesamtes Hormonsystem, denn dieses besteht aus Enzymen, Rezeptoren, Transportproteinen, mitochondrialen Proteinen und anderen Zellstrukturen. Um das bilden zu können braucht der Körper Aminosäuren. Bei Adrenalin und Noradrenalin wird die Verbindung sogar noch direkter, denn deren Synthese beginnt mit der Aminosäure Tyrosin. Cortisol, Aldosteron und DHEA selbst wird aus Cholesterin hergestellt.

Auch Fette gehören zu diesem Versorgungssystem. Cholesterin ist der Ausgangsstoff der Steroidhormone, während Fette außerdem Bestandteile unserer Zellmembranen und essentielle Fettsäuren liefern und die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine ermöglichen. Unser Körper kann Cholesterin selbst herstellen, deshalb bedeutet mehr Fett natürlich nicht automatisch mehr Cortisol, aber eine dauerhafte fett- und energiearme Ernährung kann Teil einer insgesamt mangelhaften Versorgung sein.

Der entscheidende Begriff ist hier Versorgungssicherheit. Wir müssen nicht ständig essen, wenn aber Schlafmangel, hoher Alltagsstress, intensives Training, lange Nahrungspausen und eine deutliche Kalorienrestriktion gleichzeitig auftreten, wird daraus ganz einfach chronischer Stress.

Vitamin C, Magnesium und Co.

Natürlich spielen auch Mikronährstoffe eine wichtige Rolle. Besonders wichtig ist dabei Vitamin C, denn die Nebennieren gehören tatsächlich zu den Organen mit der höchsten Vitamin-C-Konzentration im Körper. Vitamin C wird unter anderem bei der Catecholaminsynthese, verschiedenen enzymatischen Prozessen und für den antioxidativen Schutz benötigt.

Ähnlich sieht es mit Pantothensäure, also Vitamin B5, aus. Sie wird für die Bildung von Coenzym A benötigt und ist damit an zentralen Stoffwechselwegen beteiligt. Auch Magnesium spielt bei ATP-Nutzung, Nervensystem, Muskelarbeit und enzymatischen Reaktionen eine wichtige Rolle.

Proteine sind das Baumaterial, Vitamine und Mineralstoffe die Werkzeuge. in MacGyvers Koffer. Fette stellen wichtige Ausgangsstoffe und Zellstrukturen bereit und genügend Energie sorgt dafür, dass überhaupt gearbeitet werden kann.

Naturheilkundliche Unterstützung für unser Anpassungssystem

Auch die Naturheilkunde hat einiges auf Lager, um unser Stresssystem zu unterstützen. Besonders Adaptogene werden traditionell für die Anpassungsfähigkeit des Organismus an Belastungen genutzt. Dazu gehören Rosenwurz, Ashwagandha, Schisandra und Taigawurzel.

Akupressur lässt sich ebenso wunderbar in den Alltag integrieren. Niere 1, mitten unter dem Fuß, ist für mich einer der schönsten Punkte, wenn man sich wieder erden möchte. Magen 36 wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin seit Jahrhunderten als wichtiger Aufbaupunkt verwendet (außen vier Finger breit unter dem Knie), Perikard 6 nutze ich gerne bei innerer Unruhe und Überforderung (drei Finger breit über dem Handgelenk, mittig) und Milz 6 ist ein klassischer Frauenpunkt bei Erschöpfung und hormonellen Themen (vier Finger über dem inneren Fußknöchel).

Das Schüßler-Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum ist das klassisches „Nervensalz“, Nr. 7 Magnesium phosphoricum unterstützt die Entspannung, Nr. 2 Calcium phosphoricum hilft bei Aufbau und Nr. 3 Ferrum phosphoricum bei allgemeiner Schwäche und Rekonvaleszenz. Auch die Homöopathie kennt verschiedene Mittelbilder bei Erschöpfungszuständen, z.B. Nux vomica, Sepia, Arsenicum album und Gelsemium.

Sicherheit ist das, was wir brauchen

Unser Stresssystem reagiert nicht nur auf körperliche Belastungen. Ein Streit, permanente Sorgen, das Gefühl, niemals fertig zu werden, dauernde Erreichbarkeit und innere Alarmbereitschaft werden ebenfalls biologisch übersetzt. Genau deshalb sind Meditation, Atemübungen, Stille und Entspannungsverfahren so unverzichtbar. Eine große Metaanalyse aus dem Jahr 2024 mit 58 randomisierten Studien und insgesamt 3.508 Menschen zeigte, dass für Meditation, Achtsamkeit und Entspannungsverfahren Cortisolmarker markant beeinflussen.

Unser Körper braucht immer wieder die Information: Du bist sicher.

Wenn ich mir ansehe, wie wir heute leben, liegt genau hier eines unserer größten Probleme. Morgens stehen wir in einem dunklen Schlafzimmer auf und schauen als Erstes auf einen hellen Bildschirm. Tagsüber sitzen wir stundenlang, essen nebenbei, hetzen von einer Aufgabe zur nächsten und versuchen eventuell noch, möglichst wenig Kalorien zu uns zu nehmen. Abends sind wir vollkommen erschöpft, aber unser Gehirn bekommt durch Licht, Nachrichten und Bildschirm noch stundenlang die Information, dass der Tag weitergeht. Und am nächsten Morgen beginnt alles von vorne.

Unsere Nebennieren brauchen Rhythmus: morgens Licht, tagsüber Bewegung und ausreichend Nahrung, Herausforderungen, die irgendwann wieder enden, abends wenig Licht und mehr Ruhe und nachts genügend Schlaf.

Die Nebennieren sind nicht für ein stressfreies Leben gemacht

Je länger ich mich mit den Nebennieren beschäftige, desto mehr erkenne ich, dass wir Menschen evolutionär genial angepasst sind an Stress, denn unser Leben war nie stressfrei: Unsere Vorfahren mussten Nahrung finden, Kälte überstehen, Kinder beschützen, vor Gefahren fliehen und mit unzähligen Unsicherheiten leben. Unser Körper kann sehr gut damit umgehen.

Wir dürfen uns anstrengen, laufen, schwitzen, frieren, Probleme lösen, etwas Neues wagen und an manchen Tagen vollkommen improvisieren. Wir brauchen keine Angst vor jeder Cortisolausschüttung zu haben und müssen unseren Körper nicht in Watte packen. Aber was wir genauso dringend brauchen, ist das Danach.

Danach darf Ruhe einkehren. Wenn die Sonne untergeht, darf der Tag irgendwann zu Ende sein. Und es muss auch Momente geben, in denen nichts organisiert, nichts optimiert, nichts beantwortet und nichts gelöst werden muss.

Die Nebennieren sind Meisterinnen der Improvisation. Aber selbst die beste Improvisationskünstlerin kann nicht ununterbrochen auf der Bühne stehen.

Sie braucht einen verlässlichen Rhythmus, genügend Material, mit dem sie arbeiten kann, und vor allem die Gewissheit, dass nach jeder Herausforderung wieder ein Moment kommt, in dem sie nichts mehr tun muss.

Die unglaubliche Kraft täglicher Gewohnheiten

Die unglaubliche Kraft täglicher Gewohnheiten

Normalerweise sind tägliche Gewohnheiten ungefähr so spannend wie ein Bingo Abend mit der alten Tante. Es ist wie mit der täglichen Pflegeroutine – die Tatsache, dass ich mir jeden Tag die Zähne putze, ist nun wirklich nichts Weltbewegendes. Und trotzdem werden Gewohnheiten massiv unterschätzt, denn tatsächlich formen unsere täglichen Gewohnheiten unsere Persönlichkeit. Sie bestimmen, wer wir sind, was wir tun können und was wir in Zukunft tun werden. Aber stimmt das wirklich? Und was genau sind unsere täglichen Gewohnheiten und wie beeinflussen sie den Menschen, zu dem wir werden möchten? Wenn du diesen Artikel fertiggelesen hast, wirst du die wahre Kraft deiner täglichen Gewohnheiten verstehen.

Denke einmal an eine schlechte Gewohnheit, zum Beispiel das tägliche Handyscrollen, um Stress abzubauen. Einmal am Tag brauchen manche ungefähr 30 bis 45 Minuten TikTok, YouTube oder was auch immer, um herunterzukommen. Seien wir optimistisch und sagen einfach: nur 30 Minuten. Das sind 210 Minuten pro Woche, 900 Minuten pro Monat – also 15 Stunden – und 10.950 Minuten pro Jahr. Das sind unglaubliche 182 Stunden, also beinahe acht ganze Tage pro Jahr! Und seien wir ehrlich: Normalerweise scrollen wir deutlich länger als nur 30 Minuten pro Tag. Du siehst also an diesem einfachen Beispiel, dass wir zu dem werden, was unsere täglichen Gewohnheiten sind, und manchmal ist das eben keine besonders gute Sache.

Aber mit derselben Rechnung kann man auch sehen, dass sich eine gute Gewohnheit über die Zeit summiert und zu einem der mächtigsten Werkzeuge überhaupt werden kann. Nehmen wir an, du machst täglich eine kleine Yoga-Routine. Nichts Besonderes – einfach ein wenig Dehnen und ein paar Minuten Ruhe und Achtsamkeit für ungefähr zehn Minuten. Ich denke, zehn Minuten lassen sich ziemlich leicht in den Alltag integrieren. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du morgens zehn Minuten früher aufstehen musst.

Okay, diese zehn Minuten wirken zunächst nicht nach viel. Man denkt sich: Was sollen zehn Minuten schon verändern? Nun ja, einmal zehn Minuten ändern vermutlich nicht besonders viel. Aber wenn du es eine ganze Woche lang machst, dann sind das bereits 70 Minuten – also eine Stunde und zehn Minuten. Wenn du deine Yoga-Routine einen Monat lang machst, kommst du bereits auf fünf Stunden Yoga. Und wenn du es schaffst, ein ganzes Jahr lang täglich nur zehn Minuten Yoga zu machen, dann praktizierst du Yoga insgesamt unglaubliche zweieinhalb Tage! Und das verändert tatsächlich etwas, dein gesamter Körper wird sich verändern.

Mit diesen zwei einfachen Rechnungen kannst du erkennen, wie kraftvoll tägliche Gewohnheiten wirklich sind und wie du sie nutzen kannst, um dein Leben zu verbessern. Denn deine täglichen Gewohnheiten formen den Menschen, der du bist. Deshalb beginne, dir selbst die Frage zu stellen: Welche Art von Mensch möchte ich eigentlich sein? Möchte ich jemand sein, der wertvolle Zeit mit endlosem Scrollen auf dem Handy verschwendet? Oder möchte ich jemand sein, der eine neue Sprache sprechen kann?

Denn dieselbe einfache Rechnung gilt auch hier: Schon 15 Minuten pro Tag machen einen riesigen Unterschied. Natürlich nicht, wenn du es einmal machst, sondern wenn du es über ein ganzes Jahr hinweg durchziehst. Stell dir nur einmal vor, wie viele Vokabeln oder Verben du in beinahe vier ganzen Tagen lernen könntest!

Aber wie baut man überhaupt eine Gewohnheit auf, die wirklich bleibt? Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst dabei zu unterstützen. Das Wichtigste zuerst: Du musst nicht perfekt sein. Denn jetzt zeige ich dir die Zwei-Minuten-Regel:

Du musst dir nicht jeden Tag eine ganze Stunde freischaufeln. Natürlich kannst du das tun, aber du musst nicht. Und genau das erzeugt oft enormen Druck, den wir eigentlich vermeiden wollen. Also beginne einfach mit zwei Minuten. Wenn du ein Instrument lernen möchtest, dann halte es am ersten Tag einfach nur in den Händen, stimme es vielleicht – und das war’s. Mehr musst du nicht tun. Am nächsten Tag probierst du vielleicht einen einzigen Akkord aus – und auch das reicht völlig. Mit der Zeit wirst du ganz automatisch mehr machen wollen 😉 und du wirst es auch tun. Aber die Zwei-Minuten-Regel hilft dir dabei, den Druck am Anfang herauszunehmen.

Eine weitere wirklich gute Regel ist, dich zu fragen: Was würde ein echter Musiker tun, wenn er ein Instrument lernt – also genau das, was ich selbst lernen möchte? Sobald du beginnst zu denken wie jemand, der diese Gewohnheit bereits lebt, wird es plötzlich viel leichter, sie in dein eigenes Leben zu integrieren. Denn vergiss niemals: Wahre Verhaltensänderung ist Identitätsveränderung. Stelle dir immer wieder die Frage, welcher Mensch du wirklich sein möchtest.

Was für mich persönlich ein absoluter Gamechanger war, war die Art und Weise, wie ich meine Gewohnheiten in mein bestehendes Leben integriert habe. Das ist tatsächlich ein wenig knifflig, aber es gibt einen sehr einfachen Trick: Plane genau, wann und wo du deine Gewohnheit machen möchtest.

Das kann zum Beispiel so aussehen: Nachdem ich zu Abend gegessen habe und die Küche aufgeräumt ist, spiele ich Gitarre. Die Wahrscheinlichkeit, dass du an einer Gewohnheit festhältst, steigt enorm, wenn du sie an einen ganz bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit knüpfst. Unser Gehirn liebt Einfachheit. Entscheidend ist natürlich, den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Ort zu finden. Deshalb kann es unglaublich hilfreich sein, die eigenen täglichen Routinen einmal aufzuschreiben. So erkennst du auf einen Blick, wann und wo der beste Zeitpunkt ist, um dein Instrument zu üben.

Sogar lästige Prokrastination kann man mit guter Tagesplanung überwinden. Denn wenn du bereits am Morgen weißt, was du den ganzen Tag über tun musst – und vor allem wann –, dann ist das ein unglaublich wirkungsvoller mentaler Trick. Unser Gehirn liebt Ordnung, Struktur und Organisation. Und was unser Gehirn ebenfalls liebt, sind Checklisten, die man abhaken kann. Das ist tatsächlich unglaublich befriedigend.

Also: Plane deinen Tag, erstelle eine Checkliste und dann lass uns dein neues Leben beginnen.

Die Kraft von Gewohnheiten darf wirklich nicht unterschätzt werden. Tatsächlich gehören sie zu den mächtigsten Werkzeugen überhaupt, wenn es darum geht, das Leben zu erschaffen, das man sich wirklich wünscht. Meine Gewohnheiten haben mein Leben komplett zum Positiven verändert, weil ich mir heute ganz bewusst Zeit für die Dinge nehme, die ich liebe und in denen ich wachsen möchte.

Seinen Tag zu planen, klingt anfangs vielleicht etwas seltsam, aber ehrlich gesagt war es für mich ein absoluter Wendepunkt. Man hat plötzlich genug Zeit für die Dinge, die man tun muss – aber eben auch für die Dinge, die man liebt. Und genau das wünschen wir uns doch alle.

Tägliche Gewohnheiten – selbst die kleinsten – können uns tatsächlich dabei helfen, zu dem Menschen zu werden, der wir wirklich sein möchten.

Die sehr wichtige Rolle des Sports für ein langes und gesundes Leben

Die sehr wichtige Rolle des Sports für ein langes und gesundes Leben

Seit ich denken kann, war Sport für mich eine Art Qual. Als ich noch ganz klein war, gehörte ich auf dem Spielplatz nicht gerade zu den Mutigsten, und die vorsichtige Art meiner Mutter – die mich ständig vor jeder möglichen Gefahr warnte – war auch keine große Hilfe. In der Schule war ich im Sport wirklich ein Versager. Bei Ballspielen wurde ich als Letzte gewählt, und alle Sportgeräte kamen mir furchtbar gefährlich vor. Ich habe mich immer für meine schlechten sportlichen Fähigkeiten geschämt. Als ich älter wurde, wurde ich zwar ehrgeiziger und versuchte, mehr Sport zu treiben, aber das waren eher kleine „Hurrikans“, die nach ein paar Tagen wieder verschwanden.

Ihr seht also: Ich bin wirklich kein Fitness-Fan – eher das Gegenteil, wenn ich ehrlich bin. Aber in den letzten Wochen habe ich immer wieder von Studien gelesen, die zeigen, dass Sport tatsächlich eines der wichtigsten Dinge ist, die man tun kann, um lange und gesund zu leben. Und nein, ich meine nicht dieses „Na ja, Sport ist gesund“, das jeder kennt und das trotzdem kaum jemand wirklich umsetzt – außer vielleicht die übermotivierten Fitness-Influencer auf Instagram. Ich meine es wirklich ernst: Sport ist essenziell, wenn man im Alter seine Einkaufstaschen noch selbst nach Hause tragen möchte, geistig fit bleiben will und die letzten Jahrzehnte seines Lebens bewusst erleben möchte. Warum ist das so?

Unsere Muskeln sind kleine Wunderwerke

Studien zeigen, dass unsere Muskeln nicht nur ein bisschen „Fleisch“ sind, das uns ermöglicht, uns zu bewegen. Nein, unsere Muskeln sind eine Art endokrines Organ, das weit mehr tut, als uns beim Bewegen oder Heben zu helfen. Sie produzieren Hormone, die unser Immunsystem unterstützen. Sie beeinflussen unsere Stimmung – oft stärker, als wir denken. Und sie helfen dabei, den Zucker, den wir täglich zu uns nehmen, zu regulieren. Um es auf den Punkt zu bringen: Unsere Muskeln gehören zu den wichtigsten Bestandteilen unseres Körpers, und je mehr gesunde Muskelmasse wir haben, desto gesünder bleiben wir. Und nein, ich spreche hier nicht von Bodybuildern mit übertrieben großen Muskeln, sondern von Muskeln, die man oft gar nicht sieht.

Dein ganzer Körper besteht aus Muskeln – ohne sie kannst du nichts tun. Und um tiefer in dieses Thema einzusteigen, hier ein paar verblüffende Fakten über Muskeln:

  • Unsere Skelettmuskulatur ist eines der größten endokrinen Organe im Körper.
  • Wenn du deine Muskeln bewegst, setzen sie Myokine frei, die wichtige Funktionen im Körper erfüllen.
  • Myokine verbessern deine Insulinsensitivität und können Diabetes vorbeugen.
  • Das Myokin Interleukin-6 hilft, stille Entzündungen zu reduzieren, die eine der Hauptursachen für viele Erkrankungen sind.
  • Irisin und BDNF, ebenfalls Myokine, steigern deine Gehirnfunktion, verbessern dein Gedächtnis und schützen vor neurodegenerativen Erkrankungen.
  • Myokine steuern die Kommunikation zwischen den Organen, schützen sie und helfen, Aminosäuren in Stresssituationen bereitzustellen.
  • Muskeln regulieren die Körpertemperatur deutlich besser als Fett.
  • Deine Muskeln sind deine eigene kleine „Hausapotheke“, deren Heilkräfte erst freigesetzt werden, wenn du sie nutzt.

Du siehst: Deine Muskeln sind viel mehr, als wir lange Zeit gedacht haben. Die neuesten Studien liefern faszinierende Erkenntnisse, und wir lernen jeden Tag mehr dazu. Aber was können wir konkret tun, um all diese Vorteile zu nutzen? Müssen wir dreimal pro Woche ins Fitnessstudio gehen? Reicht das aus? Oder müssen wir sprichwörtlich um unser Leben rennen? Die aktuellen Studien zeigen auch, welche Bewegungsformen besonders hilfreich sind, um unser Leben zu verlängern und unsere Lebensqualität zu verbessern.

Bewegung ist Leben

Wenn man älter wird, ist es entscheidend, die eigene Muskelmasse zu erhalten. Muskelschwund ist tatsächlich eines der größten Risiken, wenn es um Langlebigkeit geht. Um die Muskulatur zu erhalten, führt kein Weg am Krafttraining vorbei. Die Sache ist einfach: Wenn du deine Muskeln nutzt, bleiben sie dir erhalten. Wenn du jedoch träge wirst und zum Stubenhocker wirst, bewegst du dich Schritt für Schritt in Richtung deines ganz persönlichen Rollators. Ich weiß, Krafttraining ist nicht unbedingt die attraktivste Form der Bewegung – mir geht es ehrlich gesagt genauso. Aber ohne Training verliert man jedes Jahr etwa 3 bis 8 Prozent seiner Muskelmasse.

Der erste Schritt ist also, ein- bis zweimal pro Woche Krafttraining in den Alltag zu integrieren. Das kann aus Übungen mit dem eigenen Körpergewicht bestehen oder aus Training mit Widerstandsbändern – was übrigens richtig Spaß machen kann. Auch klassisches Krafttraining mit Gewichten ist eine sehr gute Möglichkeit, die Muskelmasse zu erhalten.

Kardiotraining ist der zweite Schritt auf deinem Weg zu einem langen und gesunden Leben. Laufen, Radfahren, Schwimmen oder zügiges Gehen sind hervorragende Möglichkeiten, deine Herzgesundheit zu stärken und deine VO₂max zu erhöhen. Und was bedeutet das genau? Vereinfacht gesagt beschreibt sie die Fähigkeit deines Körpers, Sauerstoff aufzunehmen und zu verwerten. Und ja, du ahnst es schon: Je höher deine VO₂max, desto besser. Ausdauertraining sollte idealerweise mindestens zweimal pro Woche stattfinden.

Und das letzte Puzzleteil ist die Beweglichkeit. Yoga, Pilates oder gezieltes Mobility-Training helfen dir, nicht nur deine Flexibilität zu erhalten, sondern auch deine Faszien gesund und geschmeidig zu halten – ein oft unterschätzter, aber sehr wichtiger Faktor für deine Gesundheit.

Hier hast du ihn – deinen Fahrplan für eine gesunde Zukunft, in der du deine Einkaufstaschen selbst tragen kannst.

Wie wir sehen, spielen Sport und Beweglichkeit eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unser Älterwerden. Je länger die Wissenschaft unsere Muskeln erforscht, desto klarer wird, wie wichtig es ist, sich zu bewegen, zu trainieren und aktiv zu bleiben. Es geht dabei nicht um das Sportbild der 80er-Jahre mit seinen übertriebenen Fitnessvideos, und auch nicht um die Welt der Instagram-Influencer – es geht um etwas viel Grundlegenderes. Bewegung ist ein Schlüssel zur Langlebigkeit. Sport ist kein Hobby, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wenn du aufhörst, dein Training als lästige Pflicht zu sehen, und beginnst, Bewegung ganz selbstverständlich in deinen Alltag zu integrieren – so wie das Zähneputzen –, dann stellt sich die Frage nach „Sport – ja oder nein“ gar nicht mehr. Dann wird Bewegung zu deinem persönlichen Zugang zu einem tieferen, ganzheitlichen Verständnis deines Körpers.

Challenge the Cold: Warum Kälte uns stärker macht

Challenge the Cold: Warum Kälte uns stärker macht

Seit ich denken kann, war die Kälte mein Feind. Der Winter trieb mich nach drinnen, unter warme Decken, und ich tat alles, um dem Frieren zu entkommen. Doch diesen Winter ist alles anders: Ich will mich nicht länger von der Kälte klein und schwach fühlen. Stattdessen möchte ich stärker werden – körperlich und geistig.

Also habe ich beschlossen, mich der Kälte zu stellen. Sie nicht länger als Feind zu sehen, sondern als Lehrerin. Wusstest du, dass Kälte tatsächlich eine transformative Kraft ist? Sie kann uns nicht nur physisch stärken, sondern auch mental wachsen lassen. Studien zeigen, dass Kälte unser Immunsystem auf Trab bringt, die Durchblutung ankurbelt und sogar unsere Stimmung hebt. Aber am wichtigsten: Sie fordert uns heraus und zeigt uns, wie viel Stärke in uns steckt.

Bist du bereit, dich dieser Herausforderung zu stellen? Dann lass uns gemeinsam herausfinden, wie Kälte uns stärker, gesünder und glücklicher machen kann – und wie du die Kraft der Kälte in dein Leben integrieren kannst.

Die Wissenschaft hinter der Kälte

Kälte ist viel mehr als nur ein unangenehmes Gefühl – sie hat eine faszinierende Wirkung auf unseren Körper. Wenn wir uns Kältereizen aussetzen, passiert Folgendes: Unser Körper aktiviert Mechanismen, die darauf ausgelegt sind, uns warm zu halten und zu schützen. Diese Prozesse sind nicht nur lebenswichtig, sondern auch erstaunlich gesund.

Ein Schlüsselkonzept dabei ist die sogenannte Thermogenese – die Fähigkeit unseres Körpers, Wärme zu erzeugen. Besonders spannend ist das braune Fettgewebe. Anders als das weiße Fett, das Energie speichert, verbrennt braunes Fett Kalorien, um Wärme zu erzeugen. Je häufiger wir Kälte ausgesetzt sind, desto aktiver wird dieses Gewebe, was den Stoffwechsel ankurbelt und sogar beim Abnehmen helfen kann.

Doch das ist noch nicht alles: Kälte fördert die Durchblutung, weil sich die Blutgefäße zusammenziehen und wieder weiten, um die Temperatur zu regulieren. Das stärkt die Gefäße und das Herz-Kreislauf-System. Zusätzlich regt Kälte die Ausschüttung von Endorphinen – unseren natürlichen Glückshormonen – an. Deshalb fühlen sich viele Menschen nach einem kalten Bad oder einer kalten Dusche energiegeladen und positiv gestimmt.

Und das Beste? Diese Effekte sind nicht schwer zu erreichen. Schon kleine Schritte, wie kalte Duschen oder ein kurzer Spaziergang in der Kälte, reichen aus, um diese natürlichen Superkräfte in uns zu aktivieren.

Die gesundheitlichen Vorteile der Kälte

Kälte kann unser Leben auf erstaunliche Weise bereichern – wenn wir bereit sind, uns darauf einzulassen. Hier sind einige der faszinierendsten Vorteile, die du durch regelmäßige Kältereize erleben kannst:

1. Stärkung des Immunsystems: Wenn du dich der Kälte aussetzt, reagiert dein Körper mit einem kleinen „Training“ für dein Immunsystem. Studien zeigen, dass regelmäßige Kälteexposition die Produktion von weißen Blutkörperchen und anderen Abwehrzellen fördern kann. Diese Zellen sind entscheidend dafür, Krankheiten abzuwehren und dich gesund zu halten. Ein täglicher kurzer Kältereiz, etwa durch kalte Duschen, kann also dazu beitragen, Erkältungen und Infektionen zu vermeiden.

2. Förderung der Durchblutung: Hast du jemals bemerkt, wie warm deine Hände werden, nachdem du sie in kaltes Wasser getaucht hast? Das liegt daran, dass die Kälte die Blutgefäße trainiert. Sie ziehen sich zusammen und weiten sich danach wieder, um die Körpertemperatur zu regulieren. Das verbessert die Durchblutung, stärkt dein Herz-Kreislauf-System und kann langfristig sogar das Risiko von Herzkrankheiten senken.

3. Entzündungshemmende Wirkung: Entzündungen sind oft die Ursache für Schmerzen und chronische Erkrankungen. Kälte kann helfen, diese zu lindern. Sie reduziert Schwellungen und verlangsamt entzündliche Prozesse im Körper. Deshalb setzen Sportler schon lange auf Eisbehandlungen, um nach intensiven Trainingseinheiten schneller zu regenerieren.

4. Besserer Fokus und bessere Stimmung: Das eiskalte Wasser trifft deine Haut – und plötzlich bist du ganz präsent. Kälte zwingt dich, im Moment zu sein, und fördert die Ausschüttung von Adrenalin und Endorphinen. Diese natürlichen Glückshormone heben deine Stimmung und sorgen für einen klaren Kopf. Viele Menschen berichten, dass sie sich nach einer kalten Dusche konzentrierter und motivierter fühlen.

5. Unterstützung beim Fettabbau: Wie bereits erwähnt, aktiviert Kälte das braune Fettgewebe, das Kalorien verbrennt, um Wärme zu erzeugen. Dieses „gute“ Fett wird besonders dann aktiv, wenn dein Körper regelmäßig Kälte ausgesetzt ist. Das kann dir dabei helfen, den Stoffwechsel anzukurbeln und langfristig Fett abzubauen.

Praktische Methoden zur Integration von Kälte in den Alltag

Die Theorie klingt spannend – aber wie kannst du die Kraft der Kälte tatsächlich nutzen? Hier sind einfache, alltagstaugliche Methoden, um dich Schritt für Schritt mit der Kälte anzufreunden:

1. Kalte Duschen: Ein Klassiker und der perfekte Einstieg in die Welt der Kälte. Starte mit deinem normalen warmen Duschritual und schließe die Dusche mit 15–30 Sekunden kaltem Wasser ab. Richte den Strahl dabei zunächst auf die Füße, dann auf die Beine und arbeite dich langsam nach oben vor. Atme dabei ruhig und bewusst. Mit der Zeit kannst du die Kälteintervalle verlängern und dich an das kalte Wasser gewöhnen.

2. Kältekneippen: Diese traditionelle Methode eignet sich hervorragend, um den Körper an Kälte zu gewöhnen. Fülle ein Becken mit kaltem Wasser und tauche zunächst nur Hände oder Füße ein. Spüre das Prickeln auf deiner Haut und wie die Kälte dich belebt. Nach und nach kannst du größere Körperpartien in die Kälte bringen. Auch ein kalter Wasserstrahl auf die Beine ist eine effektive Variante.

3. Kälteintervalle: Diese Übung kombiniert warm und kalt und ist ein echter Kreislauf-Booster. Wechsle beim Duschen zwischen warmem und kaltem Wasser. Beginne mit etwa 30 Sekunden warm und 10 Sekunden kalt. Wiederhole den Wechsel drei- bis fünfmal und beende die Dusche mit Kälte. Das regt nicht nur den Kreislauf an, sondern stärkt auch deine mentale Widerstandskraft.

4. Atemtechniken: Nutze deinen Atem, um dich auf die Kälte vorzubereiten. Die Feueratmung, eine Technik aus dem Yoga, kann helfen, innere Wärme zu erzeugen. Setze dich aufrecht hin, atme tief durch die Nase ein und schnell, kraftvoll aus. Diese Übung aktiviert deine Energie und gibt dir das Gefühl, die Kälte besser kontrollieren zu können.

5. Naturerlebnisse: Gehe einen Schritt weiter und erlebe die Kälte in der Natur. Ob ein barfüßiger Spaziergang im Schnee oder das Eintauchen von Armen und Beinen in kaltes Wasser – diese Übungen verbinden dich mit der Natur und schärfen deine Sinne. Bleibe dabei achtsam und konzentriere dich auf deinen Atem, um die Kälte bewusst zu erleben.

6. Wärmende Ernährung: Auch wenn es paradox klingt – eine wärmende Ernährung kann dir helfen, die Kälte besser zu bewältigen. Setze auf Lebensmittel wie Wurzelgemüse (Karotten, Rote Bete, Pastinaken) und Gewürze wie Ingwer, Zimt und Kurkuma. Eine warme Suppe oder ein aromatischer Tee geben deinem Körper Energie und ein Gefühl von Geborgenheit.

Mentale Herausforderungen und Widerstandskraft

Kälte ist nicht nur eine körperliche Herausforderung – sie fordert auch deinen Geist heraus. Sich der Kälte zu stellen bedeutet, aus der Komfortzone auszubrechen und den eigenen Widerstand zu überwinden. Genau darin liegt die wahre Stärke, die du entwickeln kannst. Hier sind Wege, wie die Kälte dich mental wachsen lässt:

1. Überwindung des inneren Widerstands: Der erste Moment in der Kälte ist oft der schwerste. Alles in dir schreit danach, dich umzudrehen und aufzuhören. Doch wenn du bleibst, lernst du, unangenehme Gefühle zu akzeptieren, statt sie zu vermeiden. Diese Fähigkeit hilft dir nicht nur in der Kälte, sondern auch in anderen Lebensbereichen, in denen Durchhaltevermögen gefragt ist.

Übung: Stelle dich an ein geöffnetes Fenster oder gehe nach draußen. Spüre die Kälte auf deiner Haut und konzentriere dich auf deinen Atem. Sage dir innerlich: „Ich bin stark.“ Bleibe so lange, wie es angenehm ist, und erkenne, dass du mehr aushältst, als du denkst.

2. Meditation in der Kälte: Meditation in der Kälte klingt intensiv – und genau das ist sie. Doch diese Praxis hilft dir, eine tiefe innere Ruhe zu finden. Statt die Kälte abzuwehren, kannst du lernen, sie zu akzeptieren und in den Moment einzutauchen.

Übung: Setze dich an einen kalten Ort, schließe die Augen und atme tief ein und aus. Spüre die Kälte, ohne gegen sie anzukämpfen. Lass sie einfach da sein und beobachte, wie dein Körper darauf reagiert. Diese Übung stärkt nicht nur deinen Geist, sondern lässt dich auch die Kraft der Stille erfahren.

3. Visualisierungstechniken: Dein Geist ist mächtiger, als du denkst. Mit der richtigen Vorstellungskraft kannst du selbst in der größten Kälte Wärme spüren. Diese Methode hilft dir, die Wahrnehmung der Kälte zu verändern und länger in ihr zu bleiben.

Übung: Schließe die Augen und stelle dir vor, du sitzt an einem sonnigen Strand oder in einer heißen Sauna. Spüre, wie die Wärme deinen Körper durchflutet. Mit jeder Visualisierung wird die Kälte weniger bedrohlich und dein Geist stärker.

Die Kälte als Lehrer für innere Stärke

Die Kälte hat eine bemerkenswerte Fähigkeit: Sie bringt uns an unsere Grenzen – und hilft uns gleichzeitig, diese zu überwinden. Jede Minute, die wir in der Kälte verbringen, zeigt uns, dass wir stärker sind, als wir glauben. Sie lehrt uns, mit Unbequemlichkeit umzugehen und daraus Kraft zu schöpfen.

1. Stärke durch kleine Schritte: Niemand wird über Nacht zum Kälteprofi. Die Kälte zu meistern, ist eine Reise, die mit kleinen Schritten beginnt. Jede kalte Dusche, jeder Spaziergang im Frost und jede Kälteübung sind kleine Siege, die uns zeigen, dass wir wachsen können.

Was lernen wir? Die Kälte erinnert uns daran, dass Veränderung Zeit braucht. Es ist okay, mit wenigen Sekunden kaltem Wasser zu starten und sich langsam zu steigern. Jeder kleine Fortschritt ist ein Erfolg, der uns stärker macht.

2. Die Kunst des Loslassens: In der Kälte lernen wir, Widerstände loszulassen. Statt gegen das Frösteln anzukämpfen, können wir uns darauf konzentrieren, ruhig zu bleiben und die Erfahrung anzunehmen. Dieser mentale Shift – vom Widerstand zur Akzeptanz – stärkt uns nicht nur in der Kälte, sondern auch im Alltag.

Was lernen wir? Herausforderungen verlieren ihren Schrecken, wenn wir lernen, sie anzunehmen. Die Kälte zeigt uns, wie wir mit unangenehmen Situationen umgehen können, ohne daran zu zerbrechen.

3. Verbundenheit mit der Natur: Egal, ob du barfuß durch den Schnee läufst oder in einem eiskalten See badest – die Kälte bringt dich in direkten Kontakt mit der Natur. Sie erinnert uns daran, wie kraftvoll und lebendig unser Körper ist, wenn wir ihn bewusst einsetzen.

Was lernen wir? Die Kälte ist eine Brücke zu unserer ursprünglichen Stärke. Sie lehrt uns, unsere Umgebung zu spüren und im Moment präsent zu sein.

Die Kälte verändert dich

Die Kälte hat mich verändert – und sie kann auch dich verändern. Was zuerst wie ein Feind erscheint, entpuppt sich als kraftvoller Lehrer. Mit jedem kalten Moment wirst du stärker, klarer und bewusster. Die Kälte zeigt uns, wie lebendig wir sind und wie viel ungenutztes Potenzial in uns schlummert.

Du hast jetzt viele Werkzeuge in der Hand, um die Kälte in dein Leben zu integrieren: kalte Duschen, Atemübungen, Kältekneippen und sogar Meditation in der Kälte. Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Beginne mit kleinen Schritten – vielleicht 15 Sekunden kaltem Wasser am Ende deiner Dusche. Spüre, wie dein Körper und Geist darauf reagieren, und baue langsam darauf auf.

Ich lade dich ein, die Kälte nicht mehr als Feind zu sehen, sondern als Verbündeten, der dich stärker macht. Du wirst überrascht sein, wie viel Kraft und Ruhe du in dir finden kannst, wenn du dich auf diese Herausforderung einlässt.

Mach mit! Wage es, die Komfortzone zu verlassen und dich der Kälte zu stellen. Sie wird dich nicht nur körperlich stärken, sondern auch mental auf ein neues Level bringen. Die Kälte ist dein Freund – und der Beginn einer Reise, die dich wachsen lässt.

Bist du bereit? Challenge the cold!

Parasiten – die geheimen Herrscher

Parasiten – die geheimen Herrscher

Parasiten - Die geheimen Herrscher

Es gibt ein Thema, das die Schulmedizin sehr gerne ausspart oder ignoriert, das aber nicht nur ursächlich ist für viele körperliche Probleme, sondern vor allem für mentale Schwierigkeiten. Die Sprache ist hier von Parasiten – nicht nur im Darm, sondern im gesamten Körper inklusive der energetischen Schichten. Parasiten treten nicht nur bei jedem Lebewesen auf, sie sind tatsächlich die geheimen Herrscher dieser Welt und Matrix.

Körperliche Vorkommen der Parasiten

Die meisten Menschen haben bereits von Darmparasiten gehört. Besonders, wenn man Besitzer von Haustieren ist, wird man sich früher oder später damit auseinandersetzen (müssen). Im Gegensatz aber zu Haustieren, die meist alle paar Monate entwurmt werden, ist das bei Menschen nicht so. Wer schon einmal versucht hat ein Antiparasitenmittel bei einem Arzt zu bekommen, weiß welche Herausforderung das ist! Aber warum ist das so?

Ich kann hier nur spekulieren und schreibe es einerseits einer gewissen Ignoranz zu, aber es ist natürlich auch gewollt. Ärzte, die ihre Ausbildung auf einer der westlichen Universitäten erworben haben, erfahren so gut wie nichts über Parasiten. Dieses Thema ist weit weg auf die Dritte Welt beschränkt und vor allem, so lange im Stuhlgang nichts zu finden ist, existieren sie nicht. Was für eine Fehldiagose! Als ob Parasiten sich freiwillig ausscheiden lassen, wenn sie doch vom Wirten so gut leben. Außerdem werden tote Parasiten vom Darm schnell verdaut und was sich in den Ausscheidungen findet, sind die Eier, aber diese sind meist mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen (außer bei Bandwürmern). Und so kommt es, dass Darmparasiten so gut wie nie diagnostiziert werden.

Aber Parasiten finden sich ja nicht nur im Darm. Sie können in allen Organen, dem Blut und sogar im Gehirn zu finden sein, sie beschränken sich nicht auf den Darm. Spulwürmer in etwa (die fast jeder Mensch hat) durchlaufen eine Entwicklung in der Lunge, bevor sie als adulte Würmer im Darm ankommen. Leberegel, Gebärmutteregel oder Veränderungen im Gehirn durch Parasiten (bis zu fehldiagnostizierten Hirntumoren) sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Jede Frau, die bereits eine Parasitenkur durchgeführt hat, wird merken, dass sich ihre Gebärmutterzysten zurückbilden bis zum Verschwinden und die Menstruationskrämpfe weniger werden. Die Leberwerte erholen sich unter einer Parasitenkur erstaunlich schnell und auch die Denkleistung verbessert sich.

Aber auch im Blut finden sich Mikroorganismen wie Borrelien oder der Malaria-Parasit Plasmodium, die oft nur in Dunkelfeldanalysen zu sehen sind. Diese sind schulwissenschaftlich nicht anerkannt, denn auf diesen Aufnahmen würde man die wahren Ursachen vieler Krankheiten erkennen: Parasiten. Und hier komme ich zu obiger Aussage, dass es gewollt sein muss, dass wir von Ärzten keine Hilfe erfahren – denn die Beweise sind da und viele Menschen werden sogar durch eine schulmedizinische Parasitenkur gesund, obwohl diese Mittel den gesamten Organismus und vor allem die Leber belasten.

Auch unser Gehirn ist davon nicht ausgenommen, ganz im Gegenteil, es ist meist besonders belastet. Der Parasit Toxoplasma gondii ist in vielen Gehirnen vorhanden und bewirkt laut https://www.volkskrankheit-parasiten.org/ folgende Symptome:

  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen / Depressive Verstimmung
  • Unerklärliche Niedergeschlagenheit
  • Innere Unruhe
  • Ein nagendes Gefühl der Unzufriedenheit
  • Stress und Nervosität
  • Reizbarkeit, bis hin zur Aggressivität
  • Unlogische Angstzustände, bis zu Panikattacken
  • Emotionslosigkeit, kein Zugang zu den eigenen Gefühlen
  • Gedächtnisprobleme, schlechte Merkfähigkeit
  • Geringe Aufmerksamkeitsspanne
  • Stimmen im Kopf

Parasiten in unserem Energiesystem

Und bei der Toxoplasmose gehen wir bereits tiefer in die Materie, denn nun befinden wir uns schon in der energetischen Ebene. Was macht Toxoplasmose mit uns? Sie manipuliert uns, beeinflusst unsere Stimmungen, zwingt uns Dinge zu sagen oder zu tun, die wir eigentlich gar nicht wollen und macht uns einfach unglücklich. Spannend finde ich den Ansteckungsweg der Toxoplasmose:

Die Maus ist der Träger dieses Parasiten und wird so von ihm manipuliert, dass sie nicht vor der Katze davonläuft, sondern geradewegs auf sie zu. Sie ist auf einer Selbstmordmission. Die Katze reagiert darauf, frisst die Maus und wird ihrerseits Trägerin des Parasiten. Nun sind Katzen immer in engem Kontakt mit Menschen und infizieren über ihre Ausscheidungen den Menschen. Sollte das eine schwangere Frau sein, ist nun sogar das Neugeborene gefährdet – in frühen Schwangerschaftsstadien kann eine Fehlgeburt ausgelöst werden. Das Baby steckt sich auf jeden Fall immer mit dem Parasiten mit an und dessen Gehirn ist von Anfang an unter dem Einfluss der Toxoplasmose. Der infizierte Mensch macht eine enorme Verhaltensänderung durch: Frauen werden chronisch depressiv, Männer aggressiv. Das Unglück nimmt seinen Lauf.

Energetisch betrachtet sind die Parasiten Toxoplasma gondii energetische Einfallstore für Besetzungen von außen. Dieser Parasit schafft durch die Manipulierung der Stimmung eines Menschen Richtung Depression riesige Tore in der Aura, in die sich energetische Parasiten festsetzen können. Wir werden dann auf beiden Ebenen – körperlich und energetisch fremdgesteuert. Besonders Süchte können so ganz einfach entstehen, aber immer große psychische Probleme. Wir schaffen es nicht mehr mit unserem Verstand sinnvoll auf Situationen zu reagieren, sondern sind unseren Stimmungen hilflos ausgeliefert.

Auch unser Ego profitiert von der Toxoplasmose. Da unser Ego eine künstliche Instanz in unserem Sein darstellt, das von außen durch unser Bewusstsein beobachtet werden kann und sich somit als eigentlich nicht zugehörig identifiziert, braucht es von uns enorme Energie, um zu funktionieren. Das entlarvt das Ego bereits als parasitäre Energie, denn alle natürlichen Systeme in unserem Körper-Geist-Seele-Komplex verbrauchen nicht nur Energie, sondern stellen immer auch Energie zur Verfügung. Nicht das Ego – es ist bedürftig und benötigt Aufmerksamkeit, unsere Gedanken müssen sich ständig darum drehen und es darf nie ignoriert werden, dann wird es sich mit aller Gewalt in unser Sein drängen.

Das Unglück ist einer der besten Wege des Egos, um uns zu manipulieren, denn glückliche Menschen sind im Hier und Jetzt und mit sich im Reinen. Unglückliche Menschen denken ständig an gestern oder morgen, sorgen sich und sind nie präsent. Dadurch hat das Ego die Macht über uns und kann uns nach Strich und Faden beherrschen – wir sind uns dann einfach des Egos nicht mehr be-wusst. Die Toxoplasmose macht es dem Ego einfacher, denn die Gehirnparasiten manipulieren das Gehirn so weit, dass wir depressiv oder aggressiv werden. Ein leichtes Spiel für unser Ego.

Wege aus der Parasitenfalle

Bewusstsein ist immer der entscheidende und wichtigste Schritt in die Eigenbestimmung und die Freiheit. Ohne das Bewusstsein ist es uns nicht möglich aus dem selbst gebauten Gefängnis auszubrechen. Dafür ist es aber wichtig das Thema Parasiten zuzulassen und nicht wegzusehen. Die heutige Gesellschaft neigt dazu dieses Thema nicht ansehen zu wollen, denn es ist unangenehm und wir merken insgeheim, wie sich unsere Mitbewohner dagegen wehren. Bedenke, dass sie Meister der Manipulation sind, und wenn du dich innerlich gegen das Thema sträubst, dann wird es erst recht etwas mit dir zu tun haben.

Aus diesem Grund beginnt und endet eine Parasitenkur immer mit dem richtigen Mindset. Deine Denkweise bestimmt die Art und Weise, wie du mit deinen Parasiten umgehst. Nimmst du deine Gesundheit – körperlich wie auch mental und energetisch – in die eigenen Hände, erkennst deine Verantwortung dir selbst gegenüber und trägst auch absolut die Konsequenzen deines Handelns, dann wird deine Parasitenkur von Erfolg gekrönt sein, denn dann bist du der Herrscher deines Lebens. Verlässt du dich aber nur auf das Außen, bist unsicher, was dir guttut oder nicht und fragst mehr, als dass du in dir selbst die Antworten findest, bist du das geborene Opfer für Parasiten. So einfach ist es – und so schwer.

Arbeite an dir und deiner Haltung dir gegenüber. Deine Gesundheit kannst nur du selbst herstellen, niemand sonst. Nur in dir findest du die Antworten auf deine Fragen. Und nur du selbst weißt, was du brauchst und was nicht. Die sogenannten Götter in Weiß sind nichts anderes als Marionetten einer Pharmaindustrie, die nicht unsere Gesundheit im Auge haben, sondern den größten Profit. Deine Selbstbestimmung und Eigenverantwortung ist ihr Untergang – aus diesem Grund arbeiten sie auch mit einer massiven Manipulation und Desinformationskampagnen. Parasiten sind real und sehr oft die Ursachen vieler Probleme.

Naturheilkundliche Unterstützung

Ich habe bereits in meinem Telegram-Kanal t.me/heilkraftenergetik viele naturheilkundliche Parasitenkuren vorgestellt, die ich hier kurz zusammenfassen werden. Welche Kur für dich die beste ist, kann ich dir nicht sagen – hier heißt es wieder Kontakt mit dem Inneren Heiler aufzunehmen und zu erkennen, was du wirklich brauchst. Naturheilkundliche Hilfen gibt es unzählige. Hier sind lediglich Erfahrungsberichte von mir, es sind aber keine Empfehlungen! Bitte schau selbst, wo du die entsprechenden Mittel beziehen kannst!

Balsamterpentinöl

Balsamterpentinöl war früher in jedem Haushalt bekannt und wurde gegen allerlei Beschwerden eingenommen. Für eine Parasitenkur werden in der Früh auf nüchternen Magen auf einen Esslöffel Zucker (egal ob weiß oder braun) 5 Tropfen dieses Öls eingenommen. Das wird langsam auf 25 – 30 Tropfen jeden Morgen gesteigert. Es schmeckt angenehm nach Hustenbonbon. Die erste Mahlzeit wird eine halbe Stunde bis Stunde danach eingenommen. Am Abend wird zum Zubettgehen ein Teelöffel Zeolith mit einem Glas Wasser eingenommen. Was passiert im Körper? Am hungrigsten sind die Parasiten in der Früh und sie lieben Zucker. Während sie diesen zu sich nehmen, bringt das Öl sie um. Das Zeolith am Abend bindet die Gifte der absterbenden Parasiten. Die Kur dauert 1- 3 Wochen.

CDL

Eine Parasitenkur mit CDL hat zwei Funktionen: einerseits bringt CDL viel Sauerstoff ins Blut und schafft so ein parasitenungünstiges Milieu und andererseits werden kleine Mikroorganismen, etwa die der Toxoplasmose, Borreliose oder Malaria, durch Oxidation zerstört. Für eine Kur nimmt man am besten dreimal täglich bis zu 5ml CDL mit 10 Tropfen DMSO (für die bessere Zellengängigkeit) in einem Glas Wasser ein. Bitte langsam einschleichen! In zeitlichem Abstand Zeolith einnehmen, das hilft gegen mögliche Reaktionen des Körpers auf das Absterben der Parasiten.

Eine alternative Möglichkeit, die auch bei Haustieren anzuwenden ist, ist es, auf einen Liter Wasser 10ml CDL zu verdünnen und diesen über den Tag verteilt zu trinken. Haustiere nehmen dieses Wasser oft sehr gerne an, gegebenenfalls etwas weniger CDL nehmen, damit man es nicht allzu stark riecht. Das Wasser in einer verschließbaren Flasche aufbewahren, sonst verdunstet das CDL schnell und die Wirkung ist weg.

Oreganoöl

Dieses ätherische Öl hat eine starke Wirkung gegen Parasiten, Pilze und Bakterien. Verantwortlich dafür ist der hohe Carvacrol-Gehalt, der die Zellwände der Parasiten angreift, aber auch Pilze (Candida) und Bakterien abtötet. Dabei stärkt Oreganoöl ebenso den Darm und macht ihn resistenter gegenüber Parasiten. Für eine Kur nimmt man dreimal täglich zu den Mahlzeiten bis zu drei Tropfen Oreganoöl ein. Da das Öl sehr scharf ist, kann es in Kokosöl oder auch in Kapseln eingenommen werden. Das Kokosöl hat dabei ebenso eine wurmtreibende Wirkung. Um die abgestorbenen Reste der Parasiten schnell aus dem Körper zu bekommen, nimmt man abends einen Teelöffel Zeolith mit viel Wasser ein und vervollständigt die Kur mit täglichen Darmeinläufen mit warmem Wasser.

Kräuter-Parasiten-Mischung

Naturheilkundlich gibt es eine Parasitenmischung, die auf jeden Fall dabei hilft, den Darm zu stärken und die Umgebung parasitenfeindlich zu gestalten. Es ist die Mischung aus Wermut, Schwarznuss und Nelke. Diese Mischungen können fix und fertig gekauft werden (bitte selbst recherchieren). Alle drei Bestandteile helfen gegen Parasiten und machen das Milieu ungünstig für sie. Besonders der Wirkstoff Thujon des Wermuts ist seit Jahrhunderten dafür bekannt, wurmtreibend zu sein. Am besten wirkt diese Tinktur im Verband zusammen mit anderen Mitteln, die ich bereits vorgestellt habe.

Zum Verständnis muss man abschließend zu den Parasitenkuren noch sagen, dass sich Parasiten mit Vorliebe von Schwermetallen und anderen Giften ernähren. Aus diesem Grund enthalten Parasiten auch große Mengen an Schwermetallen und anderen Umweltgiften. Tatsächlich ist es so, dass Parasiten uns sogar ein Stück weit schützen, denn sie kapseln diese Gifte in sich ein und wir sind so lange davor geschützt, bis wir unsere Parasiten töten, denn dann überschwemmen diese Gifte den Organismus. Das ist auch der Grund, warum es uns bei Parasitenkuren zu Beginn eben nicht besser geht. Zeolith als Begleitmaßnahme und zum Binden ist hier absolut wichtig!

Parasitenkur für Kinder

Eine Parasitenkur für Kinder muss anders geartet sein, denn erstens sind Kinder viel mehr mit Parasiten in Kontakt über die Erde oder Haustiere, und zweitens reagieren Kinder viel sensibler, auch auf Naturheilmittel. Manche Parasiten, wie Madenwürmer, regen sogar das Immunsystem an und sind bis zu einem gewissen Grad „nicht schädlich“ – können unter Umständen aber auch verantwortlich für Blinddarmentzündungen sein.

Grundsätzlich kann man viel mit Ernährung arbeiten und diese parasitenwidrig gestalten: Karotten, Knoblauch, Kürbiskerne und Wildkräuter in der Ernährung stärken allgemein den Darm und helfen gegen Parasiten. Heilerde, Zeolith oder auch Algen wie Spirulina stärken den Darm ebenso und machen schnell Schluss mit Würmern.

Homöopathisch kann man ebenso wunderbar unterstützend arbeiten:

  • Abrotanum D1 als Urtinkur kann bei Parasitenbefall immer gegeben werden, bis zu 20 Tropfen pro Tag.
  • Cuprum oxydatum nigrum C4 wird dreimal täglich gegeben, und zwar 5 Globuli, es treibt allgemein Würmer aus.
  • Cina C12 – einmal täglich werden 5 Globuli gegeben. Beruhigt ausgezehrte Kinder, die Würmer haben.

Parasitenkur für Haustiere

Grundsätzlich sind Parasiten für Haustiere – und deren Besitzer – stark gesundheitsgefährdend, dass ich in diesem Bereich teilweise auch zu chemischen Entwurmungsmittel greife. Wer verwurmte, kranke und struppige Katzen oder Hunde gesehen hat, weiß, wie stark diese Mitbewohner am Wirt zehren. Besonders kann eine Ansteckung bei Hunden oder Freigängerkatzen kaum unterbunden werden, denn durch das Fressen von Mäusen oder Kot kommt es oft zu Parasiten.

Aber natürlich kann man den Darm und das Immunsystem der Haustiere so stärken, damit sie resistenter sind. Meine Empfehlungen hier gelten nicht für jedes Haustier – also bitte immer eigenverantwortlich recherchieren, wie verträglich das Mittel für deine Haustiere ist:

  • Karotten, Kürbiskerne, Knoblauch
  • Schwarzkümmelöl (nicht bei Katzen) und Kokosöl
  • Nelken, Wermut, Schwarznuss, Oregano, Thymian
  • Heilerde, Zeolith
  • Homöopathisch: Cina D12 und Abrotanum D1
  • CDL ins Trinkwasser
  • Kamala-Fruchthaarpulver

Parasiten und die Ernährung

Grundsätzlich ist die Ernährung (Stichwort basenüberschüssig) ein großer Teil des Puzzles, damit man weitgehend parasitenfrei leben kann. Besonders ist dabei zu beachten, dass wir die meisten Parasiten über den Fleischkonsum zu uns nehmen, dessen Herstellung absichtlich so grauenvoll und unmenschlich gestaltet ist. Denn die Angsthormone im Fleisch, die durch die grausame Schlachtung dort verbleiben, machen den Menschen leichter lenkbarer und manipulierbarer – ängstliche Menschen sind leichter zu beherrschen.

Nahrung, die durch Leid, Tod und Qual hergestellt wurde, bewirkt ebenso energetisch aber auch ganz physisch Einfallstore für Parasiten. Die heutige Fleischbeschau ist ein Witz – durch den Medikamentenmissbrauch an den Nutztieren, sind alle voll an Pilzen und Parasiteneiern, die wir zu uns nehmen. Aber auch Milchprodukte und Eier aus dem Supermarkt sind belastet. Beachte auch bitte, dass vegane Ersatzprodukte ebenso energetisch tot sind und keine Alternative darstellen. Ich weiß, dass das Thema Fleischkonsum ein sensibles ist – aber glaubt ihr, dass eine Gesellschaft friedvoll und liebevoll werden kann, die so mit ihren Tieren umgeht?

Bedenke bei der Nahrung, dass sie das ausmachen, wie du bist: Du bist, was du isst. Aus diesem Grund sei es dir wert dich von solch belasteten Essen fernzuhalten.

Anthony William im Alltag

Anthony William im Alltag

Anthony William im Alltag
Anthony William im Alltag

Nachdem ich nun seit einiger Zeit die Ratschläge vom medical medium Anthony William mehr oder weniger befolge, wollte ich noch abschließend mein Fazit dazu zusammenfassen und euch ein paar gute Tipps geben wie ihr mit den Entgiftungsschüben sowie mit Heißhunger am besten umgehen könnt. Wie viele wissen habe ich angefangen mich nach Anthony William zu ernähren (siehe hier) und habe auch eine Zeitlang brav jeden Morgen meinen Staudenselleriesaft getrunken (siehe hier) – heute ist alles etwas anders und ich erzähle euch einmal welche Dinge ich beibehalten, welche ich gelockert und welche ich hinzugefügt habe, damit es zu meiner Lebenssituation gut passt.

Gesunde Ernährung nicht nur nach Anthony William

Wer meinen Artikel zur Ernährung nach Anthony William gelesen hat (siehe hier), weiß, dass es ein paar absolute No Foods wie Milchprodukte, Eier, Schweinefleisch, Gluten, Rapsöl, Mais und Soja gibt. Bei den zwar nicht verbotenen, aber gemiedenen Dingen, wie Essig, Fette oder Pseudogetreide, war ich nie streng und habe sie weiterhin zu mir genommen. Ich brauche Fette wie Olivenöl, Kokosöl oder Avocados und habe nur den fettfreien Vormittag zur Leberentlastung eingebaut. Auch Apfelessig und ab und an mal Weinessig, habe ich weiterhin im Salat verwendet – ob Essig gesund oder ungesund ist, soll jeder für sich selbst entscheiden – ich habe sogar einmal darüber geschrieben (siehe hier) und sehe die Vorteile überwiegen! Pseudogetreide war nie meines und wird es wohl auch nie werden – das einzige, was ich liebe, ist Reis und der blieb auch. Reis ist nach Anthony William zwar nicht verboten, aber ebenso wenig gerne gesehen – da ich es mit Dogmen aber sowieso nicht so habe, blieb er und fertig!

So war meine Ernährung im Grunde die letzten Monate – sehr viel Obst und Gemüse, viele Kartoffeln, aber auch Reis, selten Bio-Fleisch und ab und zu auch eine kleine Sünde. Nun habe ich seit Jänner wieder mit dem Brot backen angefangen (hauptsächlich für meine Familie) und esse nun in kleinen Mengen auch wieder selbstgemachtes Roggensauerteigbrot und Dinkelbrot, nicht in Massen, sondern in Maßen und es tut mir gut. Ich merke, dass meiner Verdauung etwas Getreide gut tut und auch sonst hatte ich keine gesundheitlichen Beschwerden dadurch. Die anderen No Foods vermeide ich so gut es eben geht, aber wenn ich ein Stück Kuchen angeboten bekomme, genieße ich dieses Stück und habe danach auch kein schlechtes Gewissen mehr! Im Grunde bin ich unter der Woche meist komplett konform und am Wochenende gönne ich mir auch etwas und damit funktioniert es sehr gut und ich habe keine Heißhungerattacken mehr! Wie sagte Paracelsus so schön – allein die Dosis macht das Gift!

Der Selleriesaft nach Anthony William und unkontrollierte Entgiftung

Vom hochgelobten Selleriesaft habe ich – ich muss es gestehen – Abstand genommen. Ich habe ihn einige Zeit jeden Morgen getrunken und es ging erstens ganz schön ins Geld und zweitens bekam ich nach einiger Zeit alle möglichen Zustände – nach dem Trinken in der Früh hatte ich (auch nach ganz kleinen Mengen) ab Dezember etwa fast immer extreme Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeitsanfälle. Die Anthony William Gemeinde meinte, ich solle reduzieren und wieder ganz klein anfangen (obwohl ich vorher schon drei Monate jeden Morgen einen halben Liter gut vertragen habe), aber es war egal wie viel ich zu mir nahm – mit ging es einfach elend. Und da ich der Meinung bin, dass Entgiftung zu einem besseren Leben führen soll und nicht zu noch mehr Krankheit, habe ich damit aufgehört. Meine kinesiologische Testung ergab auch, dass ich ihn einfach nicht vertrage und nicht mehr trinken soll. Ein geschmackliches Highlight war er sowieso nicht und ich bin auf Kräutertees umgestiegen – dazu gleich mehr! Einzig das Zitronenwasser mit Honig in der Früh trinke ich regelmäßig uns sehr gerne, das tut mir gut!

Gesunde Maßnahmen über Anthony William hinaus

Ich trinke seit einiger Zeit jeden Tag etwa eineinhalb Liter Kräutertee, und zwar im Herbst und Winter aus den selbst gesammelten Kräutern des letzten Sommers, und jetzt seit dem Frühjahr wieder frisch aus unserem Garten. Bei uns hier oben im Waldviertel und auf fast 1.000 Meter Seehöhe haben die Kräuter eine große Heilwirkung und meist wächst vor deiner Haustüre genau das, was du brauchst. Auch wer in der Stadt wohnt, kann sich selbst seine Kräuter für den Winter sammeln – einfach Ausflüge in den Wald, auf ungedüngte Wiesen oder Almen machen und dort wächst alles, was man braucht, um gesund zu bleiben. Die wichtigsten Kräuter für euch sind und bleiben die Unkräuter – Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Frauenmantel, Johanniskraut, Beifuß, Spitzwegerich oder die Braunelle sind so gesund und wachsen auf jeder Wiese! Wer ein sonniges Fensterbankerl oder einen Balkon hat, kann Melisse, Ringelblumen und Minze anbauen. Getrocknet sind diese Kräuter einfach das Gesündeste, was du zu dir nehmen kannst!

Darüber hinaus habe ich mein geliebtes CDL und DMSO mit der Ernährung nach Anthony William verknüpft – d.h. immer, wenn die Entgiftungsschübe gekommen sind, habe ich einfach einen Vormittag eine halbstündige Einnahme von CDL und DMSO gestartet (nähere Infos siehe hier) und die Symptome waren fast augenblicklich verschwunden. Ein toller Helfer, wenn man ein schlechter Entgifter ist und unter den freigewordenen Giften zu leiden hat!

Letztendlich nehme ich folgende Nahrungsergänzungen ein: täglich Spirulina und Blütenpollen als Multivitaminpräparat, Vitamin B12, L-Lysin, OPC, Astaxanthin, Katzenkralle im Wechsel mit Astragalus, Vitalpilze und MSM; wöchentlich hochdosiert Vitamin D und K und Jod (Lugol‘sche Lösung).     

Ich hoffe euch hat meine Zusammenfassung geholfen, wenn ihr unter chronischen Krankheiten wie Borreliose zu leiden habt und ihr eure Gesundheit in die eigenen Hände nehmen könnt! Alles Gute!

Heavy Metal Detox Smoothie nach Anthony William

Heavy Metal Detox Smoothie nach Anthony William

Heavy Metal Detox Smoothie nach Anthony William
Heavy Metal Detox Smoothie nach Anthony William

Heute erzähle ich euch etwas über einen weiteren Bestandteil der Ernährung nach Anthony William – dem Heavy Metal Detox Smoothie. Dieser wohlschmeckende und überaus gesunde Smoothie ist in der Lage Schwermetalle aus eurem Körper zu ziehen und diese dann in gebundener Form über den Darm nach draußen zu befördern. Da wir heutzutage leider alle mit Quecksilber, Blei, Cadmium und Co. belastet sind, empfiehlt sich dieser Smoothie nicht nur für Menschen mit Amalgamfüllungen oder mit bewiesener Schwermetallbelastung, sondern sollte grundsätzlich in die Ernährung eingebaut werden. Wie man diesen Smoothie macht, wie oft man ihn zu sich nimmt und was er im Körper so alles bewirkt, schreibe ich im Folgenden!

Zusammensetzung des Heavy Metal Detox Smoothie

Auch wenn man die Ernährung nicht nach Anthony William ausrichtet (mehr Informationen darüber, lest ihr hier), hilft dieser Schwermetall-Smoothie sehr gut und kann eine Entgiftung überaus wirksam unterstützen. Das genaue Rezept sieht wie folgt aus:

  • 2 reife Bananen
  • 2 Tassen wilde Heidelbeeren (das sind diese, die blau färben und recht klein sind)
  • 1 Tasse frischer Koriander
  • 1 Tasse direkt gepresster Orangensaft
  • 1 EL Dulse Algenflocken
  • 1 TL Spirulina
  • 1 TL Gerstengrassaftpulver
  • Optional etwas Wasser

Alles wird in den Mixer gegeben und gut durchgemixt, bis es eine cremige Konsistenz hat. Fertig.

Die Heidelbeeren bekommt ihr aus dem Tiefkühlregal – wie gesagt, es müssen die kleinen, blau färbenden Beeren sein, dann sind es die Richtigen. Damit ich immer frischen Koriander im Haus habe, kaufe ich ihn vorratsweise ein, zerkleinere ihn und friere ihn ein – dann habe ich immer frischen für den Smoothie. Die Algenflocken, das Spirulina und das Gerstengrassaftpulver bezieht ihr am besten entweder aus dem Reformhaus oder im Onlinehandel.

Einnahme des Heavy Metal Detox Smoothie

Grundsätzlich sollte man diesen Smoothie täglich zu sich nehmen. Ich nehme ihn etwa drei- bis viermal die Woche zu mir, weil er doch einiges im Körper mobilisiert und ich nichts überfordern möchte. Auch sollte man langsam starten und nicht gleich die volle Menge zu sich nehmen. Da fast ein ganzer Liter mit der Menge an Zutaten entsteht, nehme ich meist nur eine Banane, eine Tasse Heidelbeeren und eine halbe Tasse Koriander – dadurch habe ich etwa einen halben Liter und der reicht bei mir völlig. Aber hier muss jeder schauen mit welcher Menge er gut zurechtkommt. Der Geschmack ist erstaunlich angenehm – je reifer die Bananen sind, desto süßer wird der Smoothie und der Koriander schmeckt nicht so stark. Wer grundsätzlich den Koriandergeschmack nicht mag, sollte ganz langsam starten und in kleinen Schritten steigern.

Was bewirkt der Heavy Metal Detox Smoothie

Die Zutaten sind aus diesem Grund so wirksam, weil sie zusammen eine gut abgestimmte Rezeptur ergeben, die sich bei der Schwermetallausleitung „die Klinke in die Hand geben“. Das Gerstengrassaftpulver zieht Schwermetalle aus Milz, Darm, Bauchspeicheldrüse und aus dem Fortpflanzungssystem. Es bereitet das Quecksilber vor, damit es vom Spirulina aufgenommen werden kann. Das Spirulina wiederrum zieht Schwermetalle aus dem Gehirn, Zentralnervensystem und der Leber und absorbiert die Schwermetalle, die vom Gerstengrassaftpulver mobilisiert wurden. Der Koriander erreicht schwerst zugängliche Stellen im Körper und extrahiert auch sehr alte Schwermetalle. Die wilden Heidelbeeren ziehen Schwermetalle aus dem Gehirn und füllen die entstandenen Lücken mit den passenden Mikronährstoffen wieder auf. Das Dulse bindet Quecksilber, Blei, Aluminium, Kupfer, Cadmium und Nickel und überwindet dabei auch die Blut-Hirn-Schranke.

Nach der Einnahme des Smoothies kann es zu Kopfschmerzen kommen – das zeigt, dass die Zutaten ihre Arbeit machen und Schwermetalle herausziehen. Mit der Zeit werden die Gedanken immer klarer und die Denkleistung nimmt wieder zu. Ich nehme den Smoothie nun etwa zwei Monate zu mir und ich merke wie besonders mein Gehirn und meine Nerven wieder besser arbeiten. Trotzdem habe ich auch immer wieder Entgiftungsschübe, bei denen ich unter Kopfschmerzen, Übelkeit und Hitzewallungen leide – dann reduziere ich den Smoothie und auch den Selleriesaft (siehe hier) und gönne mir auch mal eine kleine Sünde 😉

Reinigung und Rettung der Leber

Reinigung und Rettung der Leber

Reinigung und Rettung der Leber
Reinigung und Rettung der Leber

Der Leber, als Entgiftungsorgan Nummer eins, wird auch bei Anthony William viel Platz eingeräumt. So sind viele Empfehlungen und auch einzelne Kuren darauf ausgerichtet die Leber zu entlasten, damit sie erstens Altlasten loswerden kann, die ständig in ihr gelagert werden, und dass sie zweitens wieder „mehr Luft“ hat, um den Körper optimal zu entgiften. Eine entstaute Leber hilft bei vielen chronischen Krankheiten und hilft bis ins hohe Alter gesund zu bleiben. Unsere Leber gleicht in vielerlei Hinsicht einem kleinen Wunder, denn sie kann sich auch nach vielen vernachlässigten Jahren wieder vollständig regenerieren!

Funktionen der Leber

Ich kann euch auf jeden Fall das Buch „Heile deine Leber“ von Anthony William empfehlen. Beim Lesen dieses Buches bekam ich wirklich ein schlechtes Gewissen – denn obwohl ich wusste, dass meine Leber wichtig ist für mich, wusste ich dennoch nicht wie wichtig. Sie übernimmt so unfassbar viele Aufgaben im Körper und ist Dreh- und Angelpunkt der Entgiftung. Durch den heutzutage leider ständigen Kontakt mit Umweltgiften, Schwermetallen, Pestiziden uvm. ist es noch viel wichtiger seiner Leber alle Kapazitäten in die Hand zu geben, damit sie ihre Aufgabe gut erfüllen kann. Aber was macht sie nun? Kurz zusammengefasst:

  • Fettverarbeitung und Schutz der Bauchspeicheldrüse
  • Speicherung von Glukose und Glykogen
  • Vorratsspeicher für Vitamine und Mineralstoffe
  • Entschärfung von Schadstoffen und deren Speicherung, damit sie dem Körper nicht gefährlich werden
  • Laufende Überprüfung und Filterung des Blutes
  • Spezielles Immunsystem der Leber.

Probleme mit der Leber

Die obigen Funktionen der Leber sind nur kurz zusammengefasst, für genauere Informationen verweise ich euch auf das Leber-Buch. Da unsere Ernährung sehr fettlastig ist und wir ständig mit Giften bombardiert werden, ist die Leber eigentlich fast immer überlastet. Laut Anthony William haben 90% der Menschen eine leidende Leber! Auch wer sich vegetarisch oder vegan ernährt nimmt meistens zu viel Fett zu sich, die von der Leber aufgespalten werden muss – denn Samen, Nüsse, gesunde Öle oder Avocados sind ebenso fett, und da reden wir noch gar nicht vom exorbitanten Fleischgenuss der „zivilisierten Welt“! Aber auch Alkohol belastet natürlich unsere Leber, genauso wie Käse oder normales Kochsalz (naturbelassenes Stein- oder Meersalz ohne Rieselhilfen ist immer vorzuziehen!).

Durch die lebensrettende Funktion der Leber Gifte einzulagern, damit diese keinen allzu großen Schaden im Körper verursachen können, ist sie meist vollgestopft mit krankmachenden Stoffen. Leider wird sie diese aber nie los, weil immer wieder Fett nachkommt, das sie ebenso aufspalten muss. Aber auch Viren und Bakterien werden von ihr festgesetzt, damit diese nicht den ganzen Körper krank machen können. In der Leber verrichten diese aber leider ein zerstörendes Werk! Damit die Leber endlich all diese Substanzen loslassen kann, damit diese unschädlich gemacht und ausgeschieden werden können, können wir ihr helfen mit einigen kleinen Umstellungen in unserem täglichen Ablauf!

Die Leber retten

Wer meinen Artikel über die Ernährung nach Anthony William gelesen hat (siehe hier), hat bereits eine gute Hilfe für seine Leber in der Hand. Denn durch die Vermeidung der No Foods, können wir ihr schon sehr gut helfen und sie entlasten. Folgendes wirkt darüber hinaus noch sehr unterstützend:

  • Direkt nach dem Aufstehen einen Teelöffel Honig zu sich nehmen (bitte einen Honig direkt vom Imker kaufen, keinen gemischten aus dem Supermarkt) – so kann die Leber ihren Glukosespeicher gleich in der Früh mit wertvollem Honig füllen.
  • Dann einen halben Liter Wasser mit dem Saft einer Zitrone trinken – dadurch kann die Leber ihr Entgiftungswerk der Nacht weiterführen und bekommt viel Flüssigkeit, um die gelösten Gifte abzugeben. Diese werden dann über die Nieren ausgeschieden. Bis zum Frühstück bitte mindestens eine halbe Stunde warten!
  • Ein fettfreier Vormittag führt das Entgiftungswerk der Leber bis zu Mittag weiter. Man kann z.B. einen Obstsalat essen und diesen bitte NICHT mit Nüssen, Joghurt oder Trockenfrüchten garnieren. Ein reiner Obstsalat, vielleicht mit etwas Honig gesüßt, ist sehr gesund, versorgt den Körper gleich in der Früh mit Vitaminen und unterstützt die Leber.
  • Fleischkonsum reduzieren – vielleicht auf einmal wöchentlich. Dann aber auf Qualität achten und Schweinefleisch vermeiden. Fleisch, auch mageres, hat viel Fett und ist für die Leber schwer zu verdauen.
  • Folgende Lebensmittel sind wahre Leberretter: Artischocken, grünes Blattgemüse (Salat oder roher Spinat), Gurken (auch als Saft), Kirschen, Rettiche, Radieschen, Kohlgemüse, frischer Kurkuma, Löwenzahn, Kohlsprossen, Spargel, Sprossen, Zwiebelgemüse.

Leberreinigung nach Anthony William

Diese Reinigung wird im Buch „Heile deine Leber“ genau beschrieben, dauert neun Tage und ist in drei Schritten aufgebaut. Ich habe sie noch nicht durchgeführt, weil ich noch nicht lange genug dabei bin – es können sich dann sehr viele Altlasten lösen und man sollte vorsichtig damit sein. Grundsätzlich sieht diese Reinigung folgendermaßen aus:

  • Die ersten drei Tage: alle No Foods (siehe hier) weglassen, Zitronenwasser, fettfreier Vormittag, bis zu vier Äpfel mit Datteln am Tag, Reduktion der Fettmenge.
  • Tag 4 bis 6: alle No Foods weglassen, Zitronenwasser, Selleriesaft (siehe hier), Heilsmoothie für die Leber (Banane, Drachenfrucht, Heidelbeeren), Äpfel mit Datteln, mittags und abends Spargel und Kohlsprossen mit Blattsalat, komplette Meidung aller Fette.
  • Tag 7 und 8: alle No Foods weglassen, Zitronenwasser, Selleriesaft, Heilsmoothie für die Leber, mittags Spinatsuppe mit Gurkenspaghetti, Selleriesaft, Äpfel mit Gurkenscheiben, abends gedämpfter Kürbis oder Süßkartoffeln mit Spargel oder Kohlsprossen oder Blattsalat.
  • Letzter Tag: Zitronenwasser, und im Laufe des Tages – zweimal 0,5 Liter Selleriesaft, zweimal 0,5 Liter Gurken-Apfelsaft, Melonensaft, frischer Orangensaft und Wasser.

Nach diesen neun Tagen hat die Leber viel losgelassen und man beginnt langsam wieder mit der normal gewöhnten Ernährung! Alles Gute!

Selleriesaft nach Anthony William

Selleriesaft nach Anthony William

Selleriesaft nach Anthony William
Selleriesaft nach Anthony William

Vielleicht ist euch der Hype aufgefallen, den besonders bekannte und weniger bekannte Celebrities feiern – nämlich das tägliche Trinken von Staudenselleriesaft. Besonders auf Instagram findet man viele Beiträge über den grünen und gesunden Selleriesaft und ich muss zugeben, dass ich darüber den Kopf geschüttelt habe. Jetzt trinke ich den Saft auch täglich – denn ich habe die vielen gesundheitlichen Vorteile dieses Saftes kennenlernen dürfen. Mittlerweile schmeckt er gar nicht mehr so übel und ich freue mich schon täglich darauf. Was es mit diesem Saft nun so auf sich hat und warum er so gesund ist, erzähle ich euch nun!

Selleriesaft ist Heilmittel Nummer eins

Anthony William schreibt in seinen Büchern, dass das Trinken von Selleriesaft das Beste ist, was du deinem Körper geben kannst (mehr zu Anthony William – siehe hier). Und wenn du nur einen von seinen Tipps umsetzen kannst, dann nimm den Selleriesaft! Seine Natriumsalze unterstützen unser Verdauungssystem vom Magen, über die Leber bis zum Darm, und der Saft führt unserem Körper so viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu, dass der Stangensellerie ein wahres Superfood ist. Die Magensäure wird verstärkt durch den entsafteten Sellerie und diese hilft Krankheitserreger abzutöten, unterstützt die Verdauung und beugt Fäulnisbakterien vor. Der Saft wirkt entzündungshemmend, hungert schädliche Viren und Bakterien aus, steigert die Bildung von Gallensäure und hilft beim Abbau von Fett im Körper. Gifte werden leichter aus der Leber abgebaut und eine gesunde Befeuchtung der Zellen findet statt. Auch das Nervensystem profitiert davon, denn es geht in den Reparaturmodus. Die starken heilenden Funktionen des Selleriesaftes bewirken eine Linderung vieler akuter und chronischer Beschwerden!

Wie wird Selleriesaft gemacht und wann soll er getrunken werden

Die gewaschenen Stangen einer ganzen Selleriestaude (nicht die Wurzel nehmen, sondern die grünen Stangen!) werden im Entsafter zu reinem Saft ohne feste Stoffe entsaftet. Eine Staude ergibt je nach Größe etwa 300 bis 500ml grünen Saft und dieser sollte am besten gleich in der Früh auf nüchternen Magen getrunken werden. Wer vorher noch ein Zitronenwasser für die Leber trinkt, wartet bitte eine halbe Stunde bis zum Selleriesaft. Danach auch eine halbe Stunde warten – dann kann normal gefrühstückt werden. Der Saft kann auch vorbereitet und im Kühlschrank (mit Deckel!) aufbewahrt werden, aber dann bitte innerhalb von 24 Stunden trinken. Am wirksamsten ist aber das sofortige Trinken. Wer keinen Entsafter hat, kann den Sellerie auch im Mixer mit ein bisschen Wasser mixen und durch ein Tuch abseihen – es dürfen keine festen Bestandteile mehr im Saft sein!

Wie schmeckt der Selleriesaft und gibt es Alternativen

Ich gebe die Blätter weg, falls es zu viele sind, denn diese machen den Saft sehr bitter. Die Stangen ergeben einen recht neutralen Saft, an dessen Geschmack man sich ziemlich leicht und schnell gewöhnt. Es schmeckt leicht salzig, leicht nach Sellerie, sehr grün und sehr gesund. Wichtig ist es, den Saft nicht zu mischen, denn so hat er die beste Wirksamkeit! Als Alternative (wenn man keinen Stangensellerie bekommt), kann man auch eine ganze Gurke entsaften – diese kommt in der Wirkung dem Sellerie am nächsten.

Bei welchen Krankheiten hilft der Selleriesaft und wie wirkt er

Grundsätzlich kann jeder Selleriesaft trinken und es wird auch jedem guttun. Bei chronischen Krankheiten wie MS, Lupus, Borreliose, EBV oder Hautproblemen bis hin zu Krebserkrankungen unterstützt der Saft den Körper aber zusätzlich und stärkt ihn von innen. Mir geht es sehr gut mit dem Trinken des Saftes – meine Verdauung hat sich so verbessert, dass ich gar nicht mehr weiß, wie es früher war 😉 Meine Haut strahlt und ist pickelfrei und auch meine Leber wird gut bei der Entgiftung unterstützt. Zwischendurch hatte ich starke Kopfschmerzen nach dem Trinken, was sicherlich auf die Entgiftung hingedeutet hat. In diesem Fall am besten etwas reduzieren oder einmal ein paar Tage auslassen!

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